NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo
In den Vorläufen am letzten Wettkampftag bei der Schwimm-EM in Paris standen über die 400m Freistil die innerdeutschen Duelle um die zwei möglichen Finalplätze im Fokus. Und das deutsche Team begeisterte erwartungsgemäß mit der perfekten Finalausbeute, auch wenn es Olympiasieger und Weltrekordhalter Lukas Märtens dabei äußerst spannend machte.
In 3:46,33 Minuten qualifizierte sich Märtens als Achter gerade so für die Medaillenentscheidung am Abend. Dort könnte er von der Außenbahn aus historisches erreichen und sich nach dem Olympiasieg, WM-Gold und dem Weltrekord nun auch den EM-Titel sichern. Doch die Konkurrenz ist stark: In 3:45,22 Minuten glänzte Oliver Klemet mit der Topzeit des Feldes. Und auch der französische Superstar Léon Marchand (3:45,85) wird über die 400m Freistil erstmals in einem internationalen Finale mit von der Partie sein.
Dreieinhalb Zehntel hinter Märtens verpasste Sven Schwarz als Neuntplatzierter und drittschnellster Deutscher in 3:46,68 Minuten den Sprung in das Finale. Und auch Johannes Liebmann (3:47,58 | 11.) wird nur wenige Stunden nach seiner Weltrekord-Sensation nicht noch einmal in den Kampf um die Medaillen eingreifen können.
Bei den Damen war Linda Roth die unglückliche Dritte, die trotz Rang 5 im Gesamtklassement nicht im Finale zu sehen sein wird. In 4:08,42 Minuten musste sich Roth sowohl Maya Werner als auch Isabel Gose geschlagen geben – alle drei schwammen im Vorlauf nebeneinander. Werner (4:05,40) und Gose (4:06,37) werden auch am Abend erneut Seite an Seite schwimmen, denn mit den deutlich schnellsten Zeiten schnappten sie sich die Mittelbahnen für das Finale. Beide standen bereits über die 800m und 1500m Freistil gemeinsam auf dem Podium. Ohnehin gab es bei diesen Titelkämpfen bislang kein Finale über die lange Freistilstrecken, wo es für das deutsche Team nicht zwei Medaillen zu bejubeln gab.
Über die 4x100m Lagenstaffeln stand dann wiederum der Kampf gegen die anderen Nationen im Fokus – aber auch hier sicherten sich die deutschen Quartette souverän die begehrten Finaltickets. Die Damenstaffel um Lise Seidel (1:00,85), Anna Elendt (1:06,13), Angelina Köhler (56,36) und Nina Holt (53,78) steht mit der zweitschnellsten Zeit aller Teams aussichtsreich im Endlauf. In 3:57,12 Minuten blieb die Staffel lediglich eine Hundertstelsekunde hinter den Damen aus Italien. Der Deutsche Rekord aus dem Jahr 2009 liegt übrigens bei 3:55,79 Minuten.
Auch die deutschen Männer werden in der Finalentscheidung zum Abschluss der Titelkämpfe mitten drin im Geschehen sein. In 3:32,18 Minuten zogen Cornelius Jahn (54,51), Melvin Imoudu (58,81), Kaii Winkler (50,94) und Josha Salchow (47,92) als Vierte in den Endlauf ein. Für die Topzeit am Morgen sorgte hier die Mannschaft der Neutralen Athleten aus Russland (3:30,81).
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Bild: Tino Henschel