16. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Einen versöhnlichen Abschluss fanden die Europameisterschaften für Lukas Märtens auf seiner Paradestrecke über 400m Freistil. In 3:44,57 Minuten blieb der amtierende Olympiasieger zwar deutlich über seiner eigenen Weltrekordzeit, konnte sich mit einer starken Schlussbahn (27,09 Sekunden) jedoch noch auf den Bronzerang schieben. Mit gerade einmal sieben Hundertsteln Vorsprung hielt er den Belgier Lucas Henveaux auf Distanz. Über weite Teile des Rennens hatte allerdings wenig auf eine Medaille für den Magdeburger hingedeutet. Märtens, von Bahn acht aus startend, lag lange Zeit auf Rang fünf, ehe er auf den letzten Metern noch einmal entscheidend zulegen konnte.

Gold sicherte sich der französische Superstar Leon Marchand. Angefeuert vom Pariser Publikum feierte er in 3:43,14 Minuten einen Start-Ziel-Sieg. Silber ging an den Ungarn Oliver Papai (3:44,46). Der zweite deutsche Starter Oliver Klemet schlug in 3:45,16 Minuten als Fünfter an. Nach einem schnellen Angang lag der Magdeburger zunächst auf Medaillenkurs, musste seinem hohen Tempo auf den letzten 50 Metern jedoch Tribut zollen und wurde noch von Rang zwei zurückgereicht.

Ohne Medaille blieb das deutsche Team in der 4x100m Lagenstaffel der Herren. In einer unveränderten Besetzung mit Cornelius Jahn (54,09), Melvin Imoudu (58,76), Kaii Winkler (51,32) und Josha Salchow (47,38) belegte das DSV-Quartett am Ende in 3:31,55 Minuten auf einen guten fünften Rang. Damit konnte die deutsche Staffel im Vergleich zum Vorlauf ihre Zeit um 0,6 Sekunden verbessern. Über die Goldmedaille jubeln konnte am Ende die Mannschaft der neutralen Athleten in 3:28,67 Minuten mit Kliment Kolesnikov (53,00), Ivan Kozhakin (58,48), Andrei Minakov (50,34) und Egor Kornev (46,85). Knapp dahinter landeten die Teams aus Italien (3:28,86) und Frankreich (3:29,03) auf den weiteren Medaillenrängen.

Den Verzicht von Weltrekordhalter Leon Marchand über die 200m Lagen nutzte dessen Trainingspartner Hubert Kos (Ungarn) und verteidigte seinen Titel von den vergangenen Europameisterschaften erfolgreich. In 1:54,24 Minuten war Kos schneller als jeder Schwimmer zuvor bei den Titelkämpfen und unterstrich damit einmal mehr, dass die Trainingsgruppe von Bob Bowman auf den Lagenstrecken derzeit das Maß aller Dinge ist. Knapp dahinter schlug der Spanier Hugo Gonzalez de Oliveira (1:54,44) an. Für einen weiteren Rekord sorgte Mikhail Shcherbakov (Neutrale Athleten), der in 1:56,16 Minuten einen neuen Junioren-Weltrekord aufstellte.

Auch über die 50m Freistil wurde am Abschlusstag ein neuer Europameister gesucht. Den Titel sicherte sich der Ukrainer Nikita Sheremet, der in 21,13 Sekunden zugleich einen neuen Landesrekord aufstellte. Der 19-Jährige hatte bereits im vergangenen Jahr mit 21,75 Sekunden den Junioren-Weltrekord über diese Strecke aufgestellt und seitdem eine beeindruckende Leistungsexplosion hingelegt. Dahinter teilten sich Egor Kornev (Neutrale Athleten) und Andrej Barna (Serbien) in 21,37 Sekunden den Silberrang.

Ein packendes Duell lieferten sich Thomas Ceccon (Italien) und Apostolos Christou (Griechenland) über die 100m Rücken. Christou, der bereits bei den vergangenen Europameisterschaften über diese Strecke triumphiert hatte, schwamm dabei erneut zu Gold. In 52,27 Sekunden schob sich der Grieche erst auf den letzten Metern an dem lange führenden Weltrekordhalter Ceccon vorbei und hatte im Anschlag schließlich die Hand um 0,01 Sekunden vorn. Pavel Samusenko (Neutrale Athleten) komplettierte das Podium in 52,57 Sekunden.

Die Zusammenfassung der Damenfinals, wo das deutsche Team ebenfalls über Edelmetall jubeln durfte, gibt es hier: Isabel Gose und Maya Werner glänzen mit Medaillen-Triple zum Abschluss der Schwimm-EM 2026 

 

Alle wichtigen Links zur Schwimm-EM 2026:

Schwimm-EM 2026: ARD Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: ZDF Livestream (kostenfrei) 

Schwimm-EM 2026: Startlisten und Ergebnisse 

Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)  

Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals 

 

Bild: Tino Henschel