25. August 2026

Nicht nur in Deutschland sind die Zahlen über die mangelnden Schwimmfähigkeiten bei Kinder Besorgnis erregend, sondern auch in Großbritannien. Dort greift die olympische Goldmedaillengewinnerin Becky Adlington nun selbst ein. Die ehemalige Spitzenschwimmerin bietet über ihr Schwimmprogramm „Swim!“ landesweit 5.000 kostenlose Schwimmstunden an, um der wachsenden Problematik entgegenzuwirken.

Ein jüngster Bericht der BBC hatte verdeutlicht, dass mehr als ein Viertel der britischen Kinder nicht in der Lage ist, die Strecke von 25 Metern schwimmend zu bewältigen – eine Fähigkeit, die oft als Grundvoraussetzung für die Sicherheit im Wasser gilt. Die Zahlen schreckten die Öffentlichkeit auf und ließen auch die Schwimm-Ikone Becky Adlington nicht unberührt.

„Es ist niederschmetternd, zu sehen, wie viele Kinder nicht die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen“, erklärte Adlington in einer Stellungnahme. Für die vierfache Olympiamedaillengewinnerin ist Schwimmen keine bloße Sportart, sondern eine lebenswichtige Kompetenz.

Die Initiative, die über ihr eigenes Schwimmprogramm „Swim!“ läuft, zielt darauf ab, diese Lücke kurzfristig zu schließen. Bis September stehen 5.000 kostenlose Plätze zur Verfügung. Dabei geht es der ehemaligen Profisportlerin nicht primär um die Identifizierung neuer Olympia-Talente, sondern um die grundlegende Wassersicherheit und das Vertrauen der Kinder im nassen Element.

Adlingtons Aktion reiht sich ein in eine Reihe ähnlicher Engagements in anderen Ländern: Auch in Deutschland setzen ehemalige Spitzenschwimmerinnen sich für mehr Schwimmunterricht und niedrigschwellige Angebote ein. Hervorzuheben ist Franziska van Almsick, die seit Jahren öffentlichkeitswirksam für den Ausbau von Schwimmkursen und besser ausgestattete Schwimmbäder wirbt. Van Almsick arbeitet mit Verbänden und kommunalen Einrichtungen zusammen, unterstützt Initiativen zur Frühförderung im Wasser und fordert von Politik und Bildungsträgern verbindliche Schwimmstandards in Schulen.