Zum Auftakt der Para Europameisterschaften im türkischen Kocaeli sorgte Tanja Scholz am Montag mit einem Weltrekord für einen erfolgreichen Start in die Wettkämpfe. Über die 50m Brust (SB2) schwamm sie in 56,44 Sekunden deutlich unter ihr selbst gestecktes Ziel, die 1-Minuten Marke zu unterbieten. Für Scholz, die in Paris bei den Paralympics Gold über die 150m Lagen gewonnen hatte und bereits mehrfache Weltmeisterin ist, ist es der erste Europameistertitel ihrer Karriere.
Weiteres Edelmetall gewann Verena Schott über die 100m Rücken (S6). Nach 1:29,41 Minuten war die 37-Jährige im Ziel und musste nur der Schweizerin Nora Meister (1:24,53 Minuten) den Vortritt lassen. Schott, die in 1:21,16 Minuten den Europarekord über diese Strecke hält, hatte bei der EM 2024 bereits Gold über diese Strecke gewonnen und konnte sie sich nun die Silbermedaille sichern.
Beinahe hätte es im gleichen Finale über die 100m Rücken auch für Deutschlands jüngste Starterin Nisanur Kocabas für eine Medaille gereicht. Nach 1:35,93 Minuten war sie knappe 1,7 Sekunden hinter der drittplatzierten Italienerin Emma Lancini im Ziel und verpasste das Podest denkbar knapp.
Knapp am Podest vorbei schwamm auch Maurice Wetekam (SB9), der über die 100m Brust nach 1:07,25 Minuten mit neun Hundertstel Rückstand auf Platz drei die Medaillenplätze verpasste. Im gleichen Finale schwamm Marlon Jung in 1:11,01 Minuten auf Platz fünf. Einen weiteren vierten Platz gab es für Janis Mc David, der in seinem Finale über die 50m Brust (SB2) nach 1:29,91 Minuten sein Rennen beendete.
Über die 100m Schmetterling (S13) schwamm Philip Hebmüller, im Finale in 1:01,43 Minuten auf den sechsten Platz. Julian Jeremy Fülllgraf belegte über die 200m Freistil (S14) in 2:04,25 Minuten Platz acht. Im 200m Lagen Finale der Damen (SM7) vertraten gleich zwei Schwimmerinnen die deutschen Farben. Charlotte Leonora Kast (3:32,77 Minuten) und Alessia Tina Kollmer (3:52,34 Minuten) belegten dabei den sechsten und siebten Platz.
Bild: Archivbild / Tino Henschel