Mit neuer Weltrekordzeit schwamm Tanja Scholz bei der Para EM zu ihrem zweiten Europameistertitel. Neben Scholz gelang es an Tag drei in Kocaeli (Türkei) auch sechs weiteren AthletInnen auf das Podest zu schwimmen. Zweimal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze lautet die Bilanz für das deutsche Team nach den Wettkämpfen am Mittwoch.
Bereits am ersten Wettkampftag hatte Tanja Scholz über die 50m (SB2) Brust die Goldmedaille gewonnen und in 56,44 Sekunden einen neuen Weltrekord aufgestellt. Über die 150m Lagen (SM4) gelang es ihr bereits im Vorlauf, eine neue Weltbestmarke aufzustellen. Diese Zeit unterbot sie im Finale um weitere vier Sekunden und schwamm in 2:40,45 Minuten zum Europameistertitel. Neben ihr auf dem Podest stand Gina Böttcher, die sich in 3:03,14 Minuten die bronzene Medaille erschwimmen und nach ihrer Goldmedaille über die 100m Freistil (S4) ihre zweite Auszeichnung einsammeln konnte.
Gold gab es auch für Verena Schott über die 200m Lagen (SM6). Nachdem sie bereits Silber über die 100m Rücken (S6) und Bronze über die 100m Freistil (S6) gewinnen konnte, ließ sie der Konkurrenz diesmal keine Chance und sicherte sich den ersten Platz in 3:07,52 Minuten. Damit hatte sie über 13 Sekunden Vorsprung vor der zweitplatzierten Irin Dearbhaile Brandy. Im gleichen Finale schwamm die jüngste Athletin des deutschen Teams, Nisanur Kocabas, in 3:45,36 Minuten auf Platz fünf.
Ihre zweite Medaille sicherte sich auch Elena Semechin, die über die 50m Freistil (S12) ins Rennen ging. Nach 28,37 Sekunden war die Paralympicssiegerin von Tokio und Paris über die 100m Brust im Ziel und musste nur der Russin Anna Krivshina (28,20 Sekunden) den Vortritt lassen.
Zu einer silbernen Medaille schwamm auch Florian Reiter über die 100m Brust (SB14). In 1:07,63 Minuten belegte er bei seiner ersten EM Teilnahme den zweiten Platz. Schneller war nur der Britte Quinn-Austin Kelly. Auch Balint Köszegvary gelang es bei seiner ersten Europameisterschaft, Edelmetall aus dem Becken zu fischen. Über die 400m Freistil (S10) landete er nach 4:29,37 Minuten auf dem dritten Platz. Josia Topf schwamm sich nach seiner Silbermedaille über die 150m Lagen abermals aufs Podest. In 1:39,14 Minuten belegte er über die 100m Freistil (S3) den dritten Platz.
Im Finalabschnitt zu sehen waren außerdem Tabea Nele Teschauer (100m Brust, SB7, Platz 5) und Johanna Döhler (100m Freistil, S13, Platz 6).
Bild: Archivbild / Tino Henschel