Bei den japanischen Kurzbahnmeisterschaften ist Tomoyuki Matsushita einen neuen Weltrekord über die 400m Lagen geschwommen. Die bisherige Bestmarke seines Teamkollegen Daiya Seto verbesserte der 21-Jährige um eine knappe halbe Sekunde (3:54,81 Minuten). Die neue Weltrekordzeit liegt nun bei 3:54,33 Minuten.
Parallel zum Weltcup in Tashkent (Usbekistan) tragen die japanischen SchwimmerInnen ihre nationalen Kurzbahnmeisterschaften aus. Von 10. Oktober bis 12. Oktober werden die Plätze für die anstehenden Kurzbahn-Weltmeisterschaften im Dezember in Peking vergeben.
Mit seinem Weltrekord sorgte Matsushita für das Highlight der bisherigen Wettkämpfe in Japan. Im direkten Vergleich mit dem bisherigen Weltrekordhalter Daiya Seto hatte Matsushita seine Stärke auf den letzten 100m Kraul. Obwohl er nach der Schmetterling- und Rückenstrecke fast zwei Sekunde hinter dem Weltrekordsplit von Seto lag, holte er über die 100m Brust schon über eine Sekunde auf. Auf den finalen 100m sprintete der 21-Jährige in 55,28 Sekunden ins Ziel und schwamm so noch 1,6 Sekunden auf die imaginäre Weltrekordlinie auf, was ihn nun zum schnellsten Mann jemals auf den 400m Lagen macht. Den bisherigen Weltrekord war Seto im Rahmen der International Swimming League (ISL) im Jahr 2019 geschwommen war und hatte dabei den sechsfachen Olympiasieger Ryan Lochte von der Spitze verdrängt.
Matsushitas Weltrekord war nicht die erste gefallene Weltbestmarke. Bereits am Vortag hatte der 17-Jährige Yusei Imaizumi seinen eigenen 100m Brust Junioren-Weltrekord unterboten. In 55,82 Sekunden setzte er eine neue Bestmarke und unterbot das erste Mal die 56-Sekunden Marke. Seine Bestzeit verbesserte er dabei um über eine halbe Sekunde. Im Sommer hatte Imaizumi bei den Junior Pan Pacific Championships in Kanada die Titel über die 50m und 100m Brust geholt.
Bild: World Aquatics