12. August 2026

NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo

Was für ein Rennen! Johannes Liebmann krönt den dritten Tag der Europameisterschaften in Paris mit einem überragenden Auftritt über 800m Freistil und schwimmt mit einem neuen EUROPAREKORD souverän zum Titel. In 7:37,59 Minuten unterbot Liebmann seinen eigenen Europarekord um satte 0,35 Sekunden.

Dabei sah es zur Rennhälfte zunächst nicht nach einer neuen Bestmarke aus: Liebmann lag zu diesem Zeitpunkt noch sieben Zehntelsekunden über der Rekordzwischenzeit. Doch der Deutsche Youngster erhöhte das Tempo noch einmal deutlich und sicherte dem DSV zugleich die erste Goldmedaille in den Beckenwettbewerben. Auch darüber hinaus sorgte das deutsche Team für einen weiteren Höhepunkt: Sven Schwarz machte den deutschen Doppelsieg perfekt. In 7:41,16 Minuten lieferte sich Schwarz bis zur letzten Bahn ein packendes Duell mit dem Ungarn Zalan Sarkany (7:41,75) und fing seinen Konkurrenten im Schlussspurt noch ab. Damit sicherte sich Schwarz die Silbermedaille und komplettierte den Doppelerfolg. 

Ein Weltklasse-Rennen gab es im 100m-Freistilfinale zu bestaunen. Gleich alle drei Medaillengewinner blieben unter der magischen Marke von 47 Sekunden. Dabei kratzte der Rumäne David Popovici in 46,56 Sekunden an seinem eigenen Europarekord von 46,51 Sekunden und sicherte sich mit einem starken Finish die Goldmedaille. Dahinter schlug der lange Zeit führende Egor Kornev (neutrale Athleten) in 46,74 Sekunden als Zweiter an. Kornev legte mit 22,06 Sekunden eine herausragende erste Bahn hin und lag damit sogar 0,2 Sekunden unter dem Weltrekordsplit. Der ungarische Superstar Kristof Milak stellte unterdessen einmal mehr seine Vielseitigkeit unter Beweis und sicherte sich in ebenfalls starken 46,87 Sekunden die Bronzemedaille. 

Einen Start-Ziel-Sieg feierte der Ungar Hubert Kós über 200m Rücken. In 1:53,08 Minuten blieb Kós zwar über seinem am Vortag aufgestellten Europarekord, schwamm damit aber souverän zum Europameistertitel. Dahinter entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Medaillen, mit dem glücklicheren Ende für Apostolos Siskos aus Griechenland (1:53,81) und Thomas Ceccon aus Italien (1:53,96), die Silber und Bronze holten. Der Schweizer Roman Mityukov musste sich trotz Schweizer Rekords in 1:54,07 Minuten mit dem undankbaren vierten Platz begnügen. 

Über 100m Schmetterling war das deutsche Team mit zwei Athleten im Halbfinale vertreten. Kaii Winkler gelang dabei in 51,34 Sekunden als Fünfter souverän der Einzug ins morgige Finale. Sein Teamkollege Luca Nik Armbruster schlug in 51,73 Sekunden an und belegte damit in der Endabrechnung Rang 14. Die schnellste Zeit des Halbfinales schwamm der Schweizer Noè Ponti, der in 50,21 Sekunden deutlich vor der Konkurrenz blieb. 

Mit Lucas Matzerath konnte sich noch ein weiterer deutscher Athlet für die morgige Finalsession qualifizieren. Über 200m Brust zog Matzerath in neuer persönlicher Bestzeit von 2:10,07 Minuten als Achter in den Endlauf ein. Dabei trennten den Brustspezialisten lediglich fünf Hundertstelsekunden vom Finnen Matti Mattsson, der in 2:10,12 Minuten auf Rang neun ausschied. Die schnellste Zeit des Halbfinals schwamm Filip Nowacki aus Großbritannien in 2:08,60 Minuten, der damit im Finale auf Bahn vier ins Rennen gehen wird.

 

Bei den Damen sorgte Linda Roth im Halbfinale für eine faustdicke Überraschung. Mehr dazu gibt es hier: Schwimm-EM 2026: Linda Roth schneller als Van Almsick's Weltrekord | Köhler und Elendt verpassen Medaillen 

 

Alle wichtigen Links zur Schwimm-EM 2026:

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Schwimm-EM 2026: Startlisten und Ergebnisse 

Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)  

Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals 

 

Bild: Tino Henschel