NEWS zur Schwimm-EM 2026 powered by Speedo
Erst vor wenigen Wochen jubelte Linda Roth bei der JEM in München über die Goldmedaille über die 200m Freistil. Nun steht die Jugendeuropameisterin auch bei der EM in Paris über eben diese Strecke im Finale! In 1:56,46 Minuten steigerte Roth ihre bisherige Bestzeit um ziemlich genau eine Sekunde, zeigte das viertschnellste Rennen des gesamten Feldes und war dabei sogar schneller als Franziska van Almsick bei ihrem Weltrekord im Jahr 2002. Und auch zum Deutschen Rekord von Annika Lurz (1:55,68) fehlen der erst 19-Jährigen nur noch acht Zehntelsekunden.
Als Titelverteidigerin wird die Tschechin Barbora Seemanova (1:55,77) das Finale auf Bahn Vier bestreiten. Den erhofften Startplatz im Finale verpasste die zweite deutsche Hoffnungsträgerin Maya Tobehn (1:58,22) hingegen auf Rang 13. Für Tobehn war es dennoch die bisher schnellste Zeit über die 200m Freistil bei den laufenden Titelkämpfen in Paris.
Während Johannes Liebmann und Sven Schwarz dem deutschen Team gleich doppeltes Medaillenglück bescherten (EUROPAREKORD! Liebmann schwimmt zu Gold | Schwarz sorgt für deutschen Doppelsieg), blieben die deutschen Damen in den Finalentscheidungen hinter den Medaillenrängen zurück.
Über die 50m Schmetterling sprintete Angelina Köhler in 25,72 Sekunden auf den sechsten Platz. Köhler hatte in Paris mit dem Deutschen Rekord geliebäugelt, der für Edelmetall gereicht hätte. Nichtsdestotrotz blickte die Weltmeisterin von 2024 optimistisch nach vorne: "Ich bin gut drauf und das bringt sehr viel Positivität für die 100m morgen". Ihren insgesamt 18. EM-Titel feierte Sarah Sjöström, die damit mit Franziska van Almsick gleichzog. In 25,05 Sekunden schmetterte Sjöström zur erhofften Goldmedaille und das gerade einmal zwölf Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes. Über die weiteren Medaillenplätze freuten sich Roos Vanotterdijk (25,12) aus Belgien und mit Sara Juvenik (25,51) eine weitere Schwedin.
Einen Blick auf die Medaillen hatte auch Weltmeisterin Anna Elendt über die 100m Brust geworfen. In 1:06,37 Minuten blieb Elendt etwas hinter ihrer Saisonbestleistung aus dem Halbfinale zurück und wurde Siebte. "Mit der Zeit bin ich nicht wirklich zufrieden, aber so ist das manchmal", zeigte sie sich selbstkritisch. Im Kampf um Gold wurde die Britin Angharad Evans ihrer Favortienrolle eindrucksvoll gerecht und stellte in 1:04,87 Minuten ihren bereits dritten EM-Rekord auf. Silber und Bronze gingen an Mona McSharry (1:05,41) aus Irland und die Italienerin Benedetta Pilato (1:05,89).
Auch die deutsche 4x100m Freistilstaffel verpasste den Sprung auf das Siegertreppchen. In 3:36,90 Minuten verbesserten Nina Holt (54,76), Linda Roth (53,99), Julianna Bocska (54,45) und Nicole Maier (53,70) ihre Vorlaufzeit aber deutlich um fast zwei Sekunden und landeten in einem starken Feld auf Rang Sieben. Der EM-Titel ging erwartungsgemäß an das Quartett aus den Niederlanden. In 3:31,89 Minuten stellten Milou van Wijk, Imani de Jong, Yara van Kalmthout und Marrit Steenbergen einen neuen Veranstaltungsrekord auf. Das Podium komplettierten dahinter das Team aus Italien (3:33,19) sowie die Neutralen Athletinnen aus Russland (3:33,69).
Teil der italienischen Silberstaffel war auch Sara Curtis, die kurz zuvor im Halbfinale über die 50m Rücken mit einem neuen Weltrekord für Begeisterung gesorgt hatte. Mehr zur Weltrekord-Überraschung lest ihr hier: Sara Curtis überrascht mit erstem WELTREKORD der Schwimm-EM 2026
Im Finale über die 400m Lagen, das leider ohne deutsche Beteiligung stattfand, sicherte sich die Irin Ellen Walsh in 4:34,42 Minuten die Goldmedaille. Bis zur letzten Wende lag noch die amtierende Jugend-Europameisterin Amalie Smith in Führung. In 4:35,12 Minuten krönte die junge Britin mit EM-Silber ihre herausragende Saison. Ebenfalls den Sprung auf das Podium schaffte Justina Kozan (4:36,47) aus Polen, die bei der Kurzbahn-EM im Dezember noch ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte.
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Schwimm-EM 2026: Startlisten und Ergebnisse
Schwimm-EM 2026: Alle deutschen Starts (Becken)
Zeitplan der Schwimm-EM 2026 in Paris | Alle Vorläufe und Finals
Bild: Tino Henschel